Das Karpaltunnelsyndrom verstehen

September 11, 2020

Anna Bee

Schmerz Ihr Handgelenk manchmal oder wird es taub? Dann leiden Sie möglicherweise an einem Karpaltunnelsyndrom. Damit sind Sie nicht allein. Nach zusammengestellten Informationen aus einer Studie des US-amerikanischen Amtes für Arbeitsstatistik aus dem Jahr 2018 ist das Karpaltunnelsyndrom die dritthäufigste Art von arbeitsbedingten Verletzungen.

Eine Studie des National Center for Biotechnology Information der US-amerikanischen National Library of Medicine aus dem Jahr 2010 ergab, dass diejenigen, die im Büro sind und administrative Unterstützung leisten, einem höheren Risiko ausgesetzt sind, ein Karpaltunnelsyndrom zu entwickeln. Andere stark betroffene Berufe sind Tätigkeiten in der Produktion, Körperpflege und  dem Service.

Alles in allem ist es ein gesundheitlicher Zustand, der sofort angegangen werden muss. Während das Karpaltunnelsyndrom nicht tödlich ist, kann es aber zu einer vollständigen, irreversiblen Schädigung des Nervus medianus kommen. Wenn es nicht behandelt wird, kann es so zu einem massiven Verlust der Handfunktion kommen.

Was ruft ein Karpaltunnelsyndrom hervor?

Das Karpaltunnelsyndrom tritt auf, wenn der Nervus medianus, der von Ihrem Unterarm durch einen Durchgang in Ihrem Handgelenk zu Ihrer Hand verläuft, komprimiert wird. Laut Mayoclinic.org ist der Nervus medianus dafür verantwortlich, Reizsignale die an der Hand innen Seite Ihres Daumens und Ihrer Finger mit Ausnahme des kleinen Fingers weiter zu leiten. Er liefert zudem Nervensignale, um die Muskeln um den Ansatz Ihres Daumens zu bewegen (Motorik).

Es gibt Studien, die das häufige verwenden einer Maus mit einer Verschlechterung des Zustandes des Nervus medianus in Beziehung setzten, aber es steckt mehr dahinter, als man denkt. Hier sind einige Risikofaktoren, die zu diesem Krankheitsbild führen können:

  • Vorherige Verletzungen -- Ein Handgelenksbruch oder eine Luxation können die Knochen im Handgelenk beeinträchtigen. Wenn der Raum innerhalb des Karpaltunnels betroffen ist, kann der Nervus medianus übermäßig belastet werden.
  • Angeborene Veranlagung -- In diesem Artikel von John Hopkins Medicine wurde darauf hingewiesen, dass Menschen, die mit kleineren Karpaltunneln geboren wurden, möglicherweise häufiger an einem Karpaltunnelsyndrom leiden. Wenn es in Iherer Familienanamnese vorkommt, ist es wahrscheinlicher, dass Sie es auch bekommen.
  • Geschlecht -- Laut einem Artikel des Amtes für Frauengesundheit haben Frauen dreimal häufiger ein Karpaltunnelsyndrom als Männer. Es wurde ferner angemerkt, dass es sein kann, dass die Handgelenksknochen bei den meisten Frauen von Natur aus kleiner sind, wodurch ein engerer Raum geschaffen wird, durch den die Nerven und Sehnen geleitet werden müssen.
  • Gesundheitszustand -- In einem Artikel der Website der American Academy of Orthopaedic Surgeons heißt es, dass das Karpaltunnelsyndrom auf hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft sowie auf Diabetes, rheumatoide Arthritis und ein Ungleichgewicht der Schilddrüsen zurückzuführen sein kann.
  • Arbeitsplatzsituation -- Nach demselben Artikel können stundenlange, sich wiederholende Hand- und Handgelenksbewegungen die Sehnen im Handgelenk belastenn und eine Schwellung verursachen, die Druck auf den Nerv ausübt. Ebenso können Aktivitäten mit unnatürlichen Hand- und Handgelenkspositionen den Druck auf den Nerv erhöhen.

Wie verhindere ich das Karpaltunnelsyndrom?

Glücklicherweise können Sie das Entstehen eines Karpaltunnelsyndroms verhindern, indem Sie eine Reihe von Änderungen an der Belastung Ihrer Handgelenke vornehmen. Es ist am besten, Ihren Arzt zu konsultieren, wenn Sie Schmerzen an Ihren Handgelenken haben. Hier sind jedoch einige Tipps, die ebenfalls hilfreich sein können:

Aktivitätsänderungen -- Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Arbeitsplatz zu einem Karpaltunnelsyndrom führen kann, können Sie einen Stehschreibtisch kaufen, um Ihre Haltung zu verbessern, indem Sie mehr stehen und weniger sitzen. Moderne ergonomische Produkte bieten Ihnen einen besseren Zugang zu Ihren Geräten, sodass Ihr Körper in einer neutralen Position bleibt. Auf diese Weise können Sie ein Karpaltunnelsyndrom vermeiden oder verhindern, dass es sich mit der Zeit verschlechtert. Wenn es um Büroarbeitsplätze geht, müssen Sie auf Ergonomie achten, damit Sie Ihren Körper in hervorragender Verfassung halten können.

Tragen einer Schiene oder einen Handgelenksreif -- Wenn Sie bereits den Beginn des Karpaltunnels spüren, können Sie eine Handgelenksreif oder Schiene tragen, um das Handgelenk in einer geraden oder neutralen Position zu halten. Dadurch wird der Druck auf den Nervus medianus verringert. Sie können dies nachts und tagsüber tragen - abhängig von Ihrer Situation und Ihren Symptomen.

Übungen --  Fragen Sie Ihren Arzt nach bestimmten Übungen, die dem Nervus medianus helfen, sich innerhalb der Grenzen des Karpaltunnels freier zu bewegen. Sie können einige dieser Dehnungsübungen auch zur Schmerzlinderung durchführen.

Lassen Sie sich sofort überprüfen

Das Karpaltunnelsyndrom ist kein Scherz. Wenn Sie es nicht von einem Arzt überprüfen lassen, kann dies zu gesundheitlich bedingten Arbeitsausfällen führen. Dehnungen der Hand sind großartig, aber Sie sollten einen Arzt konsultieren, bevor die Dinge außer Kontrolle geraten. 

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